Marken-Champion trotz Seuchen-Saison

Keine Champions-League, Platz vier in der Liga, aus in FA- und League-Cup – Manchester United ist dennoch die wertvollste Fußballklubmarke der Welt.

Quelle: Live4Soccer(L4S), flickr.com, CC BY-ND 2.0_nochangesmade https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/legalcode

Für Manchester United läuft es schlecht. Keine Champions League und national nur Platz vier. Der Marke schadet das nicht. Im Gegenteil: Trotz der Durststrecke sind die Red Devils nach zwei Jahren wieder die wertvollste Klubmarke der Welt im Fußball. Im Ranking “Football 50″ der Londoner Markenberatung Brand Finance, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, liegt der Verein mit 914 Millionen Euro auf Platz eins.

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Dank der Steigerung von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat ManU den FC Bayern München (707 Millionen Euro) auf Platz zwei verdrängt. Dritter ist Real Madrid (661 Millionen Euro).

Die Summe gibt an, wie viel ein Investor für die kommerzielle Nutzung der Marke zahlen müsste. Sie basiert auf einer Prognose, wie sich die Einnahmequellen der Klubs – etwa TV-Gelder, Sponsorendeals oder Fanartikelvermarktung – entwickeln.

Ausschlaggebend für Uniteds Markensieg war der Rekorddeal mit Adidas aus dem vergangenen Jahr, sagt Holger Mühlbauer, Deutschland-Sprecher von Brand Finance.  Der Ausrüster zahlt für die kommenden zehn Jahre mindestens 943 Millionen Euro. Das ist mehr als dreimal so viel wie Vorgänger Nike.

Der neue Champions-League-Sieger FC Barcelona rangiert mit 586 Millionen Euro auf Platz sechs, Finalist Juventus Turin mit 265 Millionen auf Rang elf. Barca steigerte seinen Markenwert um 28 Prozent oder 128 Millionen Euro. 21 Millionen davon entfallen laut Brand Finance auf den Finalsieg der Katalanen.

Beste deutsche Klubs sind nach den Bayern Borussia Dortmund (247 Millionen Euro) und der FC Schalke 04 (229 Millionen Euro) auf Rang zwölf und 13.  Insgesamt landen neun Bundesligaklubs unter den Top 50. 17 Vertreter der Premier League sind dabei. “Die Deutschen müssen sich international deutlich besser vermarkten”, sagt Mühlbauer.

Malte Laub für das Handelsblatt.

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