Rekordgewinn beim Finale der Königsklasse

Mit dem Finale der Champions League wurde enorm viel Geld verdient. 369 Millionen sollen in die Kassen von Klubs, Sponsoren und Veranstaltern geflossen sein.

Der Sieger der Fußball-Champions-League FC Barcelona hat mehr als einen Pokal gewonnen. Allein der 3:1-Sieg im Finale gegen Manchester United am vergangenen Wochenende bringt dem katalanischen Klub 126 Millionen Euro ein – das hat der Finanzdienstleister Mastercard ermittelt. Neben Preisgeld und Erträgen aus Medienrechten flossen der gesteigerte Marktwert der Spieler und ein höherer Markenwert des Klubs in die Berechnung ein. Verlierer Manchester darf sich immerhin über 73 Millionen Euro freuen.

Quelle: Edwin Lee auf Flickr.com (CC BY 2.0)

Insgesamt erreichen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Finales der Königsklasse diesmal ein Rekordniveau – laut Mastercard liegen sie bei 369 Millionen Euro. Das sind fünf Prozent mehr als 2010 und zwölf Prozent mehr als zwei Jahre zuvor in Rom, als sich ebenfalls Barcelona und Manchester gegenüberstanden. Auch damals gewannen die Spanier. London als Austragungsort des Endspiels nimmt 52 Millionen Euro ein, die Stadt Barcelona kommt als Heimat des Siegers auf 18 Millionen Euro. Neben Ausgaben der Fans am Spieltag erwarten die Studienautoren, dass nun mehr Touristen in die Stadt kommen werden. 

Die Effekte gehen über die beiden Metropolen hinaus. Die europäische Wirtschaft erhält laut Mastercard-Untersuchung zusätzlich „eine kräftige Finanzspritze“ – die Ausgaben von Fußballanhängern, etwa bei Veranstaltungen zum Champions-League-Finale, bringen Einnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro. 

Auch die Sponsoren des vom europäischen Fußballverband Uefa veranstalteten Events scheinen zufrieden zu sein. Brauerei Heineken und Finanzdienstleister Unicredit haben die Zusammenarbeit gerade verlängert.

Thomas Mersch für das Handelsblatt

Kommentar hinterlassen


8 − zwei =

© 2012 Pressebüro JP4

Nach oben scrollen