Athleten starten als Botschafter der Wirtschaft

Unternehmen versprechen sich von der Förderung des Spitzensports ein positiveres Image.

Damit die 392 deutschen Athleten zu den Olympischen Sommerspielen nach London fahren können, schießt auch die deutsche Wirtschaft Millionen hinzu. Wie diese Geldspritzen in den Spitzensport motiviert sind, hat kürzlich die Unternehmensberatung Booz hinterfragt. Überraschende Erkenntnis: Derfirmenbezogene Eigennutz steht nach Selbstauskunft eher hinten an.

© Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Zudem bejahen 57 Prozent der Firmen eine Botschafterfunktion derWettkämpfer für die deutsche Wirtschaft: „Spitzensportler sind herausragende Imageträger – sie stehen für ,Made in Germany'“, fassen die Berater zusammen. Längst tritt bei Olympia nicht nur Athlet gegen Athlet oder Team gegen Team an, sondern auch Land gegen Land. Der globale Standortwettbewerb hat die Arenen erobert. 

Spitzensport-Förderung als CSR-Tool

Die engagierten Unternehmen verfolgen zu drei Vierteln Imageziele, mehr als 60 Prozent definieren die Spitzensportförderung als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (CSR). Aber auch nach innen soll das Sponsoring wirken: So setzen 40 Prozent der Förderer die Sportler als Motivator für die eigene Belegschaft und Übermittler der Unternehmenskultur ein. 

Als Blickfang im CSR-Kontext nutzen Unternehmen die Topstars ebenfalls: So fungiert die Hochspringerin Ariane Friedrich als Botschafterin derCommerzbank-Aktion „Das grüne Band“ für die Nachwuchsförderung. Friedrich schaffte nach der Verletzungspause die Olympia-Qualifikation zwar nicht. Der Leichtathletikverband drückte aber ein Auge zu: Friedrich bekam eine der wenigen Wildcards für London. Die Botschafterin ist also an Bord.

Stefan Merx für das Handelsblatt

Kommentar hinterlassen


− sieben = 1

© 2012 Pressebüro JP4

Nach oben scrollen