Das ZDF kauft sich auf den Quotenolymp

Für viel Geld hat sich das ZDF die Fernsehrechte für die Champions League gesichert. Die Refinanzierung wird dank Werbeverbot schwierig.

Die Nachricht sorgte bei Sat 1 für üble Laune: Mit einem beherzten Griff in den Gebührentopf hat sich das ZDF die Übertragungsrechte der Champions League gesichert, für drei Spielzeiten. Die Rechtekosten werden auf über 50 Millionen Euro pro Saison geschätzt. 18 Live-Partien zeigt das ZDF, es darf sich hoher Quoten sicher sein. Wenn deutsche Teams antraten, saßen beim Vorgänger Sat 1 im Schnitt 8,4 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Zur morgigen ZDF-Premiere stößt München gegen Valencia um 20.45 Uhr an.

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Eine Refinanzierung fällt wegen des Werbeverbots nach 20 Uhr im öffentlich-rechtlichen TV schwer. Rund um ein neu kreiertes zehnminütiges „Champions League Magazin“ ab 19.25 Uhr will das ZDF zumindest etwas Werbung reinholen. Die Sekundenpreise von im Schnitt 990 Euro liegen klar unter Länderspielniveau. Auch wenig elitär: Zwischen Magazin und Anpfiff schiebt das ZDF eine Folge „Küstenwache“ ein.

Stefan Merx für das Handelsblatt

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