Für DFL-Direktor Blask ist die ARD nicht gesetzt

Die DFL entfacht den Wettbewerb um die Reporterplätze in deutschen Stadien. Nach der erfolgreichen TV-Auktion mischt die Liga nun im Hörfunk die Karten neu.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) rechnet mit einem Bieterwettkampf um die Hörfunkrechte. Es gebe “ernsthaftes Interesse” auch neuer Akteure in beiden geschnürten Paketen, die die DFL erstmals im Frühjahr 2013 auktionieren wird. Das teilten die DFL-Direktoren Jan Lehmann und Holger Blask am Donnerstag in Frankfurt mit. Bisher erlöst die DFL zwischen 7 bis 7,5 Millionen Euro im Jahr aus bilateralen Kooperationsverträgen mit Sendern.

Quelle: Stefan Merx

Die vorgesehenen Rechte für die Hörfunk-Berichterstattung, die ab der Saison 2013/14 für vier Spielzeiten ausgeschrieben werden, orientieren sich im Zuschnitt grob am Status Quo: Die ARD überträgt derzeit vor allem per UKW, das Webradio 90elf bringt Vollreportagen auf digitalen Wegen an den Hörer. Hinzu kommen 39 Einzelvereinbarungen mit privaten, regionalen Sendern sowie die Möglichkeit von Liveberichten über Klubsender.

Das Gefüge werde im Wesentlichen bleiben, doch neue Anbieter könnten auf den Plan treten, den Preis treiben oder gar das Mikrofon übernehmen: Erstmals müssen sich die ARD und das Webradio 90elf dem Bieterwettbewerb stellen, erklärt DFL-Direktor Holger Blask im JP4-Gespräch.

Der Hörer werde in wohl gleichem Umfang versorgt werden. Die gewohnte Samstagskonferenz könne der Radiofan auch ab der Saison 2013/14 hören, ist sich Blask sicher – “von welchem Anbieter dann auch immer”. Der Direktor Public Affairs glaubt: “UKW bleibt ein sehr bedeutsamer Übertragungsweg.”  In Zukunft nehme aber die Bedeutung neuer Technologien im Radio zu.

Stefan Merx für JP4

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