Holzhäuser will Zahlungen an den DFB begrenzen

Der Bayer-04-Chef würde gerne die Zahlungen der Bundesliga an den DFB vereinfachen und deckeln. Länderspiel-Einnahmen könnten mehr den Klubs zugute kommen.

Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, Wolfgang Holzhäuser, strebt für den neuen Grundlagenvertrag zwischen DFB und Ligaverband einfache Regeln und eine Deckelung der Zahlungen an.

Im Interview erklärt er, wie er sich einen neuen Grundlagenvertrag wünscht, der Mitte 2013 erneuert werden muss. “Die Vereine überblicken das nur noch schwer, welche Finanzströme da von links nach rechts fließen. Ich glaube, das kann man vereinfachen”, sagt der Vereinschef. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) solle nicht mehr wie bisher prozentual an den Einnahmesteigerungen der Liga beteiligt werden: “Man wird eine absolute Grenze schaffen müssen”, sagt Holzhäuser, ohne Zahlen zu nennen.

Auch die Einnahmen der deutschen Nationalmannschaft will Holzhäuser im neuen Grundlagenvertrag stärker berücksichtigt wissen.  Man müsse darüber nachdenken, die Zahl der nötigen Länderspiele pro Jahr festzuschreiben. Sollten es dann mehr werden, müsse man über die Verteilung der vom DFB so eingenommenen Gelder nachdenken. “Man könnte darüber nachdenken, den Überschuss den Vereinen zugute kommen zu lassen, da die ja auch die Spieler stellen”, argumentiert Holzhäuser. Der Gewinn aus einem Länderspiel der A-Nationalmannschaft liegt bei beim DFB im jeweils einstelligen Millionenbereich.

Holzhäuser kritisiert zudem den gewachsenen Einfluss der Spielerberater: Die Fifa und die nationalen Verbände müssten aufpassen, dass der Fußball nicht eines Tages von den Agenturen und Spielerberatern gesteuert werde.

Thomas Mersch und Stefan Merx für JP4

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