Michael Ganser: Warum Real Madrid die Smartphones der Fans bespielt

Fernsehen auf dem Handy, schnelles Internet im Stadion und soziale Medien wachsen zusammen: Cisco-Manager Michael Ganser über das „Stadion der Zukunft“.

Bei Real Madrid und ab der Saison 2013/14 erstmals bei Bayer Leverkusen kann jeder Fan permanent online sein – und erhält über ein klubeigenes Wireless-Lan-Netzwerk spielbezogene Zusatzinformationen. „Es gibt Möglichkeiten, über eine entsprechende App, das Spiel live zu verfolgen und sich Szenen im Replay anzuschauen“, sagt Michael Ganser, Zentraleuropa-Chef des Netzspezialisten Cisco.  „Die technologischen Innovationen haben das Ziel, das Fanerlebnis zu erhöhen.“

Das Feedback der Stadionbesucher bei Real Madrid, wo Cisco die Vernetzung vornahm, sei äußerst positiv. „Real Madrid wird alle Applikationen inklusive Video zum Ende der Saison [Mai 2013] komplett live schalten.“

In der Fußball-Bundesliga müssten rechtliche Fragen um die Nutzung des Live-Bildes noch geklärt werden. Ob auch Streaming-Angebote wie „Sky to go“, also Live-Fußball parallel von anderen Plätzen über mobile Endgeräte, freigeschaltet werden, liege im Ermessen des Vereins – und bleibt vorerst offen. „Real Madrid schaltet die Möglichkeit von Streaming bewusst ab“, berichtet Ganser.

Auch andere Bundesligisten denken laut Ganser über die Stadionvernetzung nach. „Da gibt es eine Menge spannender Gespräche“, sagt der Cisco-Manager beim JP4-Interview in Leverkusen.

Stefan Merx für JP4

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