Hooligans verschrecken Sponsoren

Am vergangenen Wochenende ist es zu Ausschreitungen im Umfeld mehrerer Fußballspiele gekommen. Die Ereignisse schaden auch den Sponsoren.

Tränengaswolken auf dem Spielfeld, laut Medienberichten soll sogar der Rasen gebrannt haben: Heftige Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und der Polizei haben am vergangenen Sonntag zum vorzeitigen Ende der Begegnung zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus geführt. Schon die zweite Halbzeit hatte verspätet begonnen, elf Minuten vor dem Schlusspfiff brach der Schiedsrichter das Spiel schließlich ab.

Es waren nicht die einzigen Ausschreitungen am vergangenen Wochenende. Am Freitag griffen Anhänger des Zweitligisten Eintracht Frankfurt etwa 400 Fans von Dynamo Dresden auf deren Weg zum Bahnhof an. Auch zwischen Fans des FSV Mainz 05 und Kaiserslautern soll es zu Auseinandersetzungen gekommen sein.

Die Ausschreitungen bringen nun auch die Sponsoren in Zugzwang. Sie fürchten um ihr Image. Dynamo Dresdens Hauptgeldgeber, der Umweltdienstleister Veolia, hatte beispielsweise bereits im vergangenen Herbst angekündigt, sich im Falle weiterer Ausschreitungen zurückziehen zu wollen. Dynamo hatte daraufhin einen Maßnahmenkatalog entworfen. Doch der dürfte angesichts der jüngsten Ereignisse in Frankfurt kaum mehr ausreichen, um Veolia zu besänftigen.

Quelle: Merx

Beim Zweitligisten Hansa Rostock, dessen Fans 2011 wiederholt über die Stränge schlugen, hat die Firma ihr Sponsoring bereits gekappt. Sie wird den den zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Man wolle nicht, dass das gezahlte Geld am Ende allein für Strafen ausgegeben werde, begründete Veolia den Schritt laut Medienberichten im vergangenen Winter. Ähnlich argumentiert das Unternehmen auch im Zusammenhang mit Dynamo Dresden.

David Meiländer und Andreas Schulte für JP4

Kommentar hinterlassen


4 + sieben =

© 2012 Pressebüro JP4

Nach oben scrollen