Die Fifa verlängert die WM-Partnerschaft mit Budweiser bis 2022

Für den Brauereiriesen Budweiser bietet die Fifa-Partnerschaft erhebliche Chancen, neue Märkte zu erschließen – etwa in Russland und Katar.

Das Bierveto des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hinterlässt im internationalen Geschäft offenbar keinen gravierenden Eindruck: Der Fußball-Weltverband Fifa hat in der vergangenen Woche erklärt, seine seit 1986 bestehende Partnerschaft mit der Brauerei Anheuser-Busch fortzusetzen. Das US-Unternehmen, die größte Brauerei der Welt, ist damit Sponsor bei den WM-Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar. „Wir sind sehr erfreut darüber“, sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke. „Budweiser hat eine große Rolle dabei gespielt, unsere wichtigste Veranstaltung den Fans in der ganzen Welt tatkräftig näher zu bringen.“

Quelle: Dana Deskiewicz auf Flickr.com (CC BY 2.0)

Budweiser wird damit schon zum neunten beziehungsweise zehnten Mal offizielles Bier bei einer Fußball-Weltmeisterschaft sein. Die finanzielle Größenordnung des Sponsoringvertrags blieb geheim. Auch ob DFB-Präsident Theo Zwanziger als neues Mitglied des Exekutivkomitees der Fifa gegen den Werbevertrag intern Bedenken angemeldet hat, wurde nicht bekannt.

Für den Brauereiriesen bietet das Megaevent in Russland und Katar erhebliche Chancen, auch neue Märkte zu erschließen. Chris Burggraeve, Marketingchef bei Anheuser-Busch Inbev, will das Vehikel Fußball zur Expansion nutzen: „Wir freuen uns auf die Möglichkeiten, die die Weltmeisterschaft bietet – zumal das Turnier nun in neue Regionen getragen wird.“

Neben der Kernmarke Budweiser, die 2010 in Südafrika im Vordergrund stand und prompt im weltweiten Absatz im WM-Jahr um 1,7 Prozent zulegte, kann der Bierkonzern künftig auch stärker differenzieren: Aus dem jüngst verlängerten Vertrag ergibt sich für Anheuser-Busch Inbev das Recht, auch andere Marken werbetechnisch mit dem Top-Fußball-Event zu verknüpfen – darunter Hasseröder in Deutschland, Jupiler in Belgien und den Niederlanden, sowie Quilmes in Argentinien, Brahma in Brasilien oder Harbin in China. Budweiser wurde vom Biermulti im Jahr 2010 passend zur WM im russischen Markt eingeführt, 2011 in Brasilien.

Die Sorge, Sport und Bier könnten nicht harmonieren, kommt Burggraeve nicht – im Gegenteil: „Fußball und generell Sport sind Schlüsselereignisse, was Konsum und Feiern angeht.“ Als Brauer könne man sich so weltweit mit dem Fan „verknüpfen“.

Stefan Merx für Handelsblatt

siehe auch Kalte Dusche für die Klubs

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