Eine Task Force soll Fangewalt eindämmen

DFL und DFB fordern ein Gremium das sich mit dem Thema Fangewalt beschäftigt. Beteiligt werden sollen Politik, Justiz, Polizei und die Fans selbst.

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Für den Fußballklub Dynamo Dresden könnten die Fankrawalle beim Pokalspiel in Dortmund in der vergangenen Woche schmerzliche finanzielle Folgen haben. Gestern beantragte der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), den Zweitligisten in der kommenden Spielzeit vom DFB-Pokal auszuschließen.

Die Dresdener müssen um die Zusatzeinnahmen aus dem Wettbewerb fürchten – in dieser Saison waren es 1,5 Millionen Euro. Wiederholt waren Dynamo-Anhänger an Ausschreitungen beteiligt.

Wie das Problem der Gewalt unter Fußballfans generell in den Griff zu bekommen ist, darüber wollen Vertreter von DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) Mitte November mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sprechen. Nach einem Treffen forderten die beiden Verbände gestern eine „Task Force Sicherheit“ mit Vertretern aus Politik und Justiz sowie der Polizei und der Fans.

Zunehmend belastet Fangewalt auch den Steuerzahler. Die Einsatzzeiten der Polizei bei Fußballspielen steigen im Schnitt. Die Polizeigewerkschaft veranschlagt die Kosten auf bis zu 200 Millionen Euro pro Saison.

Thomas Mersch für das Handelsblatt

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