Fitness-Branche schärft ihr Profil

Die Studie „Der deutsche Fitnessmarkt 2012“ belegt: Die Ansprüche der Kunden an die Studios steigen. Spezialisierte Anbieter binden ihre Mitglieder besser.

Die Fitness-Studios in Deutschland müssen ihre Angebote genauer überprüfen, um sich im Wettbewerb zu behaupten. „Die Kunden geben ihr Geld bewusster aus. Sie wollen nur für die Leistungen bezahlen, die sie wirklich wünschen“, sagt Thomas Wolther, Sprecher beim Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV). Der Verband hat bei der Wirtschaftsberatung Deloitte die Studie „Der deutsche Fitnessmarkt 2012“ in Auftrag gegeben. Heute wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Demnach schreitet die Spezialisierung der Branche weiter voran.

Quelle: Fitness First

Schon jetzt weisen Fitness-Studios mit individualisierten Trainingsangeboten mit 22,5 Prozent pro Jahr eine geringere Mitgliederfluktuation auf als Discount-Anbieter, die weitgehend auf standardisierte Trainingsgeräte setzen. Bei ihnen kündigen jährlich 27 Prozent der Mitglieder. Als Grund nennen die Studienautoren eine stärkere persönliche Kundenbindung.  Auf dem Vormarsch seien etwa spezielle Zirkeltrainingskonzepte für Frauen, Elektrostimulationstraining oder auch der ganzheitliche Fitness-Ansatz Cross-Fit.

Fitness-Studios haben mehr Mitglieder als jemals zuvor

Sie tragen zum Kunden-Rekord der Studio-Betreiber bei: Die Zahl der Mitglieder in den 7.300 Fitness-Studios ist bis Ende 2011 auf 7,6 Millionen angestiegen – rund 2,5 Prozent mehr als 2010. Allerdings fiel das Wachstum verglichen mit dem Vorjahr deutlich geringer aus. 2010 verzeichnete die Branche noch einen Mitgliederzuwachs von fast acht Prozent. Derzeit sind 9,3 Prozent der Deutschen in einem Fitnessstudio aktiv.

Für das Jahr 2012 erwarten 70 Prozent der Betreiber eine weitere Steigerung der Mitgliederzahlen von mindestens 2,5 Prozent. Doch der neuerliche Zulauf an Mitgliedern geht offensichtlich mit einem stärkeren Preisdruck einher: Gleich 32 Prozent der Betreiber befürchten für das nächste Jahr abnehmende Beitragssätze.

Andreas Schulte für JP4

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